Welche ähnlichen Geldanlage-Alternativen gibt es?
Die Deutschen sind im europäischen Vergleich die größten Sparfüchse. Mit rund 10% ist die Sparquote in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land der Welt. Die häufigste Anlageart ist dabei immer noch das Sparbuch – es bietet eine hohe Sicherheit und hat einen relativ festen Zinssatz. Nur leider liegt dieser im Durchschnitt nur zwischen 0,5% und 1%.
Tagesgeldkonto
Eine lukrative Alternative zum Sparbuch stellt das Tagesgeldkonto dar, das in gewisser Hinsicht wie ein normales Girokonto funktioniert, denn auch hier wird ein Geldbetrag einbezahlt, mit dem wiederum Zinsen erwirtschaftet werden. Der Unterschied zwischen Girokonto und Tagesgeldkonto liegt hauptsächlich in der fehlenden Zahlungsfunktion des Tagesgeldkontos. Weder Barabhebungen noch Überweisungen sind davon möglich – will man aber an das darauf eingezahlte Geld kommen, kann man den gewünschten Betrag jederzeit einfach auf ein Referenz-Konto überweisen, das man gleichzeitig mit dem Tagesgeldkonto einrichtet. Aus diesem Grund wird ein Tagesgeldkonto meistens an ein bereits bestehendes Girokonto geknüpft, das somit als Referenz-Konto dient. Auf dem Tagesgeldkonto kann man also vorrübergehend liquide Mittel „parken“, um damit einen höheren Zinssatz als auf dem Girokonto zu erwirtschaften. Die Guthabenverzinsung auf Tagesgeldkonten hängt einerseits vom allgemeinen Marktzinsniveau und andererseits von der Höhe der Einlage ab, in der Regel liegt der Zinssatz aber zwischen 2% und 4% p.a.. Dabei bestehen keine festen Laufzeiten oder Fristen und man kann jederzeit wieder über das eingezahlte Geld verfügen. Kaum eine andere Anlageform bietet derzeit gleichzeitig so viel Sicherheit und Flexibilität wie das Tagesgeldkonto.
Festgeldkonto
Möchte man für seine vorübergehend liquiden Mittel einen noch höheren Zinssatz erzielen, sollte man eventuell statt auf ein Tagesgeldkonto auf ein Festgeldkonto setzen. Normalerweise liegt der Zinssatz beim Festgeldkonto zwischen 3% und 6% p.a. und bleibt während der gesamten Anlagezeit konstant – ausgerichtet wird er am aktuellen Marktzins am Tag der Kontoeröffnung. Des Weiteren ist er abhängig von der Höhe des Anlagebetrages und der festgelegten Laufzeit, welche auch den Nachteil des Festgeldkontos darstellt: Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto kann über das Kapital – während der Laufzeit – normalerweise nicht verfügt werden, was für die Banken wiederum einen großer Vorteil gegenüber anderen Anlageformen darstellt, da sie so längerfristig planen können. Meist gibt es bei den verschiedenen Banken Mindestanlagedauern von 30, 60 oder 90 Tagen. Ein Festgeldkonto ist also nur für all diejenigen interessant, die Geld „übrig“ haben, das sie mittelfristig nicht benötigen und womit sie in dieser Zeit höhere Zinsen abschöpfen möchten als auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto.