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Wie sicher ist Online-Banking?

Eigentlich ist Onlinebanking durch das PIN/TAN-Verfahren schon relativ sicher. Hinzu kommt, dass die Internetseiten der Kreditinstitute durch eine SSL-Verschlüsselung gesichert sind, was man als Kunde bereits an der Internetadresse erkennen kann, die stets mit https:// beginnt.

Welche Gefahren gibt es?

Dennoch gibt es Gefahren, die man als Onlinekunde unbedingt beachten sollte:
Die unkomplizierteste Methode für schwarze Schafe ist, die geheimen Zugangsdaten des Onlinebanking-Kunden durch dessen unsorgsamen Umgang damit herauszubekommen. Daher sollte man seine PIN und TAN-Nummern nie gemeinsam aufbewahren oder in irgendeiner Weise auf dem Computer speichern.
Die bekannteste Methode der Betrüger aber ist das sogenannte „Phishing“ (engl. Wortspiel aus „fishing“= fischen und „password“= Passwort). Hierbei wird der Kunde in einer E-Mail dazu aufgefordert, seine Kontoinformationen online zu aktualisieren. Er wird durch eine Linkadresse auf die (angebliche!) Bankseite weitergeleitet, auf der er dann seine PIN und TAN-Nummern eingeben soll. Die Betrüger können so auf der gefälschten Seite die Zugangsdaten „abfischen“ und sie für Transaktionszwecke missbrauchen. Der durchschnittliche Schaden pro Phishing-Opfer beträgt dabei ca. 4000€; der jährliche, volkswirtschaftliche Schaden, der durch das Phishing entsteht wird auf eine zweistellige Millionensumme geschätzt.
Eine dritte Möglichkeit für Betrüger ist das verschicken von „Trojanischen Pferden“; es handelt sich dabei um bösartige Software, die Ihren Rechner ausspioniert und so an geheime Passwörter oder Zugangsdaten gelangt.

Wie können Sie sich schützen?
Daher sollten Sie als Onlinebanking-Kunde folgende Schutzmaßnahmen beachten, um nicht in die Falle von ebensolchen Betrügern zu geraten:

  • Onlinebanking nur vom eigenen Computer aus durchführen – nicht im Internetcafé
  • Sorgfältig mit PIN/TAN-Nummern umgehen, sicher und getrennt aufbewahren
  • TAN und PIN nie elektronisch speichern
  • Limit für tägliche Geldbewegungen mit der Bank absprechen
  • Immer die „Logout“-Funktion benutzen nach abgeschlossenem Onlinebanking
  • Regelmäßig einloggen und Kontobewegungen überprüfen
  • Bei Unregelmäßigkeiten sofort den Onlinebanking-Zugang sperren lassen
  • Nicht auf Phishing-Mails reagieren – Ihre Bank fordert Ihre Daten nie per E-Mail an!
  • Internetadresse der Bank muss mit https:// beginnen (SSL-Verschlüsselung)
  • Internetadresse der Bank immer von Neuem per Hand eintippen oder Lesezeichen auf die Seite setzten und sich über dieses einwählen – nie über Links zugreifen
  • PC absichern : aktuelle Virenschutzsoftware benutzen, persönliche Firewall einrichten, aktuelle Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystems einspielen, Sicherheitseinstellungen des Internetbrowsers kontrollieren, keine „Surf-Turbo Software“ benutzen, nur vertrauenswürdige Programme abspeichern, „Cache“ (Zwischenspeicher des Internetbrowsers) nach dem Onlinebanking immer leeren