Worauf man bei Sonderangeboten und Werbeaktionen achten sollte
Bei den vielen verschiedenen Angeboten der Banken ist es mittlerweile schon nicht mehr ganz einfach, den Durchblick zu behalten. Durch eine geschickte Kontoführung kann man einiges an Geld sparen – dennoch sollte man sich auch nicht gleich auf jedes Angebot stürzen, da sich hinter den diversen Sonderangeboten, Werbeaktionen und angepriesenen „Vorteilen“ manchmal auch Nachteile verstecken.
Worauf man bei einem Girokonto achten sollte:
Generell sollte man sich nach einem Girokonto ohne Kontoführungsgebühren erkundigen, da man allein durch die wegfallenden, laufenden Gebühren viel sparen kann und mittlerweile auch sehr gute und seriöse Angebote in dieser Richtung auf dem Markt zu finden sind. Dennoch gibt es noch einige andere Punkte, auf die man vor der Eröffnung eines Girokontos achten sollte und die meist leider nur im Kleingedruckten zu finden sind:
- manche „kostenlosen“ Girokonten sind nur im ersten Jahr kostenlos
- bei manchen Girokonten wird ein monatlicher Mindesteingang von z.B. 1.250€ gefordert
- vereinzelt wird auch ein durchschnittliches Mindestguthaben von z.B. 2.500€ gefordert
- die Kontoführung ist bei vielen Banken nur bei Online-Banking kostenlos
- die kostenlose Bargeldabhebung ist (vor allem bei Direktbanken) manchmal schwierig
- der hohe Guthabenszins wird manchmal nur ab einem bestimmten Guthaben gewährt
- die hohe Guthabenverzinsung gibt es nur für Neukunden und/oder zeitlich begrenzt
- nur auf dem verknüpften Kreditkartenkonto gibt es den hohen Guthabenszins
- oft verstecken sich die Kosten auch in Einzelleistungen wie Kontoauszügen oder Daueraufträgen
Worauf man bei einem Tagesgeldkonto achten sollte:
- die hohe Verzinsung gibt es manchmal erst ab einem gewissen Anlagebetrag
- oft ist die Anlage auf einen Maximalbetrag begrenzt (z.B. 20.000€)
- die hohen Zinssätze gibt es eventuell nur über einen gewissen Zeitraum, bis zu einem festgelegten Datum oder gar nur für Neukunden bei dieser Bank
- der Zinssatz splittet sich bei manchen Banken in einen „Basiszins“, der immer gewährt wird und in einen „Bonuszinssatz“, den man nur unter gewissen Bedingungen bekommt (z.B. Neukunde oder ztl. begrenzt), groß ausgeschrieben wird aber der summierte Zinssatz
- das versprochene „Startguthaben“ ist manchmal eigentlich ein „Tradingguthaben“; das heißt eine Summe, die man rein zur Börsenspekulation verwenden und sich nicht auszahlen lassen kann
Worauf man bei einem Festgeldkonto achten sollte:
Vor allem bei der eher langfristigen Anlageform des Festgeldkontos muss man sich vor Abschluss genauestens über die jeweiligen Konditionen und eventuellen Tücken des Angebotes informieren. Denn hat man einmal ein Festgeldkonto mit einer Laufzeit von z.B. einem Jahr abgeschlossen, kommt man innerhalb dieses Jahres auch nicht mehr aus dem Vertrag heraus. Die folgenden „problematischen“ Konditionen sind unter den Festgeld-Angeboten häufig zu finden:
- den hohen, festgeschriebenen Zinssatz gibt es oft nur über einen gewissen Zeitraum
- manchmal gibt es die hohe Verzinsung erst ab einer bestimmten Einlage von z.B. 2.500€
- auch bei den Festgeldkonten gibt es vereinzelt Maximaleinlagen von z.B. 5.000€
- bei gewissen Angeboten muss nach einer Weile die Hälfte des angelegten Geldes teuer in Fonds investiert werden (Ausgabeaufschlag von ca. 5%)